Alpbach will die Gentechnik!
Als einer von wenigen Stipendiaten des gesamten Forums hatte ich auch noch die Zeit, dem Universitätstag beizuwohnen. Die Vorträge zur Biotechnologie, die vor allem von Universitätsangehörigen und Wirtschaftstreibenden gehalten wurden, waren ein voller Erfolg und ich möchte allen Kollegen empfehlen, dem Universitätstag im kommenden Jahr beizuwohnen.
Besonders hervorheben möchte ich die einhellige Befürwortung der Gentechnologie durch alle anwesenden Experten des In- und Auslandes:
Die Gentechnik ist ungefährlich:
Bis dato ist es noch nie gelungen, Schäden durch die Gentechnik nachzuweisen. Das diffuse Argument, die Gentechnik sei Gesundheitsgefährdend, ist damit zurück zu weisen. In den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden viel rudimentärere Methoden angewandt: so wurden Weizenkörner radioaktiv bestrahlt, um eine höhere Mutationsrate der Pflanzen zu erzeugen. Ein Großteil der auf diese Art behandelten Weizenpflanzen war nicht lebensfähig, doch manche entwickelten sich ausgezeichnet und diese wurden weitervermehrt. Da ist der der gezielte Eingriff der Gentechnik sicher die bessere Wahl.
Die Gentechnik ist notwendig:
Aus der Medizin ist die Gentechnik schon jetzt nicht mehr wegzudenken. In naher Zukunft soll es sogar möglich werden, verschiedene Arten von Krebs wirkungsvoll zu heilen. Auch die Aidsforschung hofft auf die Gentechnik.
Aber auch in der Landwirtschaft hat die Gentechnik ein hohes Potential, insbesondere in den Entwicklungsländern. Der goldene Reis wird die Vitamin-A Versorgung der Ärmsten der Armen zu gewährleisten und damit die Gefahr der Erblindung stark reduzieren. Auch die Eisenversorgung ? zwei Milliarden Menschen leiden unter Eisenmangel ? soll durch die Gentechnik verbessert werden.
Die Gentechnik ist der Wirtschaftsmotor der Zukunft:
Von den USA bis Singapur haben alle führenden Industrieländer Gentechnik und Nanotechnologie als Schlüssel für künftiges Wirtschaftswachstum erkannt. Auch österreichische Kenner der Thematik, sei es aus Forschung, Wirtschaft oder Politik empfehlen eine starke Förderung der Gentechnik. Hier bestehe ein großer Nachholbedarf, besonders Amerika und Süd-Ostasien haben Europa weit hinter sich zurück gelassen.
Doch die öffentliche Meinung in Österreich geht in eine gänzlich andere Richtung, ?Die Schlacht gegen das Kleinformat ist verloren?, konstatierte Erhard Busek. Es wird an uns, an der jungen Generation liegen, hier umzudenken, nicht Emotionen, sondern technische Fakten zur Grundlage unserer Entscheidung zu machen. Ja zur Gentechnik!


